Dies ist die Geschichte einer besonderen Frau und ihrer Selbstfindung gegen alle Widerstände.
Maja kennt weder ihre Eltern noch ihren Geburtstag oder ihren genauen Geburtsort. Nur wenige Wochen alt wird sie 1969 in Daegu (Südkorea) ausgesetzt. Nach zwei Jahren in einem Waisenhaus in Seoul wird sie zur Adoption nach Deutschland vermittelt.
Hier bestimmen verstörende Grenzerfahrungen von Fremdheit, Ablehnung, häuslicher Gewalt, sexueller Nötigung und einem Suizidversuch ihre Kindheit.
Immer deutlicher spürt sie ihren unbedingten Lebenswillen und ihre Sehnsucht nach Zugehörigkeit und einem selbstbestimmten Leben in ihrer neuen Heimat. Deshalb steht nicht die spätere Begegnung mit ihrem Geburtsland im Mittelpunkt der Novelle. Vielmehr vergegenwärtigen die Autorinnen in eindringlichen Szenen, wie Maja sich trotz bleibender Momente innerer Zerrissenheit erfolgreich ein erfülltes Leben erkämpft und welche Rolle ihre Tochter, ihr Ehemann und ihr Beruf als Yogalehrerin dabei spielen.
So ist es auch die Geschichte der Freundschaft zweier auf den ersten Blick sehr unterschiedlicher Frauen. Vergangenes kann gemeinsam verarbeitet, Gegenwärtiges erlebt und Zukünftiges gestaltet werden.